Mineralwasser im Test: Knapp die Hälfte ist "sehr gut" (2023)

Magazin Juni 2023: Mineralwasser | Autor: Hanh Friedrich/Meike Rix/Lena Wenzel | Kategorie: Essen und Trinken | 25.05.2023

Mineralwasser im Test: Knapp die Hälfte ist "sehr gut" (1)

Foto: ÖKO-TEST

Wir haben 50 Mineralwässer der Sorte "Medium" aus verschiedenen Regionen Deutschlands getestet. Knapp die Hälfte ist "sehr gut". Aber: In einigen Produkten kritisieren wir Chrom(VI), Nitrat oder Bor. Abbauprodukte von Pestiziden sind auch ein Problem. Außerdem fällt ein Bio-Mineralwasser negativ auf.

Sie wollen die Testergebnisse?
  • Im Test: 50 Medium-Mineralwässer aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Davon sind sieben Produkte als zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ausgelobt. Sechs tragen – teils zusätzlich – ein Siegel für Bio-Mineralwasser.
  • Der Test zeigt: Auch besondere Auslobungen garantieren keine absolute Freiheit von umstrittenen Stoffen. Am besten wählen Sie ein Mineralwasser aus einem möglichst nah gelegenen Mineralbrunnen in einer Mehrwegflasche. Insgesamt 24 Produkte schneiden "sehr gut" ab.
  • In einigen Medium-Mineralwässern bemängeln wir Chrom(VI), Nitrat oder Bor. Auch auf Abbauprodukte von Pestiziden sind wir gestoßen.
  • Tipp: Leitungswasser zu trinken ist unschlagbar günstig und am wenigsten schädlich für Umwelt und Klima. Seine Qualität wird engmaschig kontrolliert.

Mineralwasser ist ungleich teurer als Leitungswasser, macht zudem ganz schön Arbeit beim Einkaufen – und weckt große Erwartungen. Denn Mineralwasser muss laut Gesetz aus unterirdischen Quellen stammen, die vor Verunreinigungen geschützt sind.

Oder anders gesagt: Mineralwasser muss "ursprünglich rein" sein. Es handelt sich bei Mineralwasser um Regenwasser, das durch die Gesteinsschichten in die Tiefe zur Quelle fließt. Auf seinem Weg wird es natürlicherweise gefiltert.

Allerdings landen teilweise doch menschengemachte Verunreinigungen in Mineralwasser, etwa Abbauprodukte von Pestiziden und Süßstoffe. Neben Mineralien kann das Wasser außerdem leider auch unerwünschte Substanzen aufnehmen wie Chrom(VI), Nitrat oder Bor.

Gerolsteiner, Saskia & Co.: Medium-Mineralwasser im Test

Unser Test von 50 Medium-Mineralwässern macht die Probleme deutlich: Wir sind auf Chrom(VI), Bor, Abbauprodukte von Pestiziden – und auch auf Nitrat gestoßen. Insgesamt gibt es aber auch 24 Marken, die mit "sehr gut" abschneiden.

Doch zurück zu den Inhaltsstoffen. In fünf Wässern hat das beauftragte Labor das krebserregende Chrom(VI) nachgewiesen, das aus Boden- und Gesteinsschichten ins Mineralwasser gelangen kann. Besonders kritisch sehen wir das in zwei Mineralwässern, in denen wir die Gehalte als "erhöht" einstufen – darunter ein Produkt, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobt ist.

Mineralwasser im Test: Knapp die Hälfte ist "sehr gut" (2)

Wir haben insgesamt 50 Medium-Mineralwässer überprüft. (Foto: fizkes/Shutterstock)

Krebserregendes Chrom(VI) in Mineralwässern im Test

Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind zwar unwahrscheinlich, Chrom(VI) kann aber auch in weiteren Nahrungsmitteln stecken. Unbelastete Alternativen sind daher die bessere Wahl. Auch beim Thema Nitrat gilt: je weniger, desto besser. Nitrat kann sich im Körper in Nitrit umwandeln, dieses kann im Magen zur Entstehung krebserregender Nitrosamine beitragen.

Wegen ihrer Nitratgehalte kritisieren wir insgesamt vier Mineralwässer – darunter zwei, die für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobt sind. Hier legen wir einen strengeren Maßstab an. Sie halten die gesetzlichen Vorgaben zwar noch ein, schöpfendie zulässige Menge aber doch zu mehr als 50 Prozent aus. Wir sind indes strenger, denn Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen schließlich viel Geld für Wässer mit besonderer Auslobung und dürfen dafür auch eine sehr hohe Qualität erwarten.

Kommen wir zu Bor. Das kritiseren wir in einem Medium-Wasser im Test. Grund sind entwicklungs- und fortpflanzungsschädigende Effekte, die das Element in Tierstudien gezeigt hat.

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Menschengemachte Verunreinigungen

Übrigens: Das teuerste Wasser in unserem Test ist ein Bio-Wasser. 1,45 Euro kostet der Liter. Ein Liter Leitungswasser ist – je nach Gemeinde oder Stadt – für 0,3 bis 0,5 Cent zu haben. Abwassergebühr inklusive. Für 1,45 Euro kann mal also 290 bis 483 Liter Leitungswasser oder einen Liter Bio-Mineralwasser kaufen.

Für so einen Preis muss dann aber auch die Qualität eine besondere sein. Oder etwa nicht? Noch mal: Laut Gesetz hat Mineralwasser seinen Ursprung in "unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen". Als "Bio" gelabelte Produkte bewerben darüber hinaus noch spezielle selbstgesetzte Zielvorgaben in Sachen Reinheit sowie Aktivitäten für Grundwasser- und Umweltschutz.

Doch leider zeigen unsere Laboranalysen, dass menschengemachte Verunreinigungen die "ursprüngliche Reinheit" von Mineralwasser trüben können.

Was heißt Bio bei Mineralwasser?

Selbst besondere Auslobungen wie "Bio" oder "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" bieten keine absolute Garantie für Freiheit von umstrittenen Inhaltsstoffen. Ein Bio-Wasser genügt unseren Messungen zufolge nicht den eigenen Labelvorgaben. Ein zur Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobtes Wasser ist sogar Testschlusslicht.

Was heißt eigentlich Bio bei Mineralwasser? Derzeit gibt es am Markt zwei privatwirtschaftliche Labels mit Kriterien, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

  • Das ältere stammt von der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser, einem in der Bio-Branche verankerten Verein, in dem unter anderem die großen Bio-Anbauverbände Mitglied sind.
  • Das zweite Siegel stammt von dem großen privatwirtschaftlichen Laboranalytikunternehmen SGS Fresenius. Anbieter können danach zertifizierte Produkte als Premiummineralwasser in Bio-Qualität bewerben.

Strengere Schadstoffvorgaben für Bio-Mineralwässer

Beide Siegel machen Vorgaben für eine Reihe von unerwünschten Inhaltsstoffen, die über die gesetzlichen Grenzwerte für Mineralwasser hinausgehen – unter anderem ist weniger Nitrat, Nitrit, Arsen, Radium und Bor zulässig. Und auch für einige Stoffe, für die es keinen gesetzlichen Grenzwert gibt, wie Chrom(VI), oder nur einer für Mineralwasser zur Zubereitung von Säuglingswasser festgelegt ist, wie Uran.

Bei diesen Stoffen erwarten auch wir in unseren Tests von Mineralwässern, dass sie besser als nur gesetzlich zulässig sind. So weit, so erfreulich.

Ein ernüchterndes Ergebnis im aktuellen Test von Medium-Mineralwasser sind aber die in einem der Bio-Mineralwässer gemessenen Radiumwerte. Deren gewichtete Summe liegt oberhalb der Vorgaben seines Siegels von der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser.

Ganz klar: Gesundheitliche Schäden sind hier nicht zu erwarten. Aber wir meinen: Wer durch besondere Auslobungen Verbrauchererwartungen schürt, sollte zumindest seine eigenen Kriterien einhalten.

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Vorgaben der Zertifizierer unterscheiden sich teilweise

Teils unterscheiden sich die Vorgaben der beiden Zertifizierer, zum Beispiel beim Nitrat.

  • Hier liegt der gesetzliche Grenzwert für Mineralwasser bei 50 Milligramm pro Liter (mg/l).
  • Die Vorgabe der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser entspricht mit 5 mg/l der Hälfte des gesetzlichen Grenzwerts für Säuglingswasser von 10 mg/l.
  • Der Nitratgrenzwert des Fresenius-Labels liegt bei 10 mg/l.

Bekenntnis zur ursprünglichen Reinheit

Aus unserer Sicht grundsätzlich positiv ist auch, dass nach den Siegelvorgaben eine Fast-Nulltoleranz für menschengemachte Verunreinigungen wie Pestizidabbauprodukte, Arzneimittelrückstände und Süßstoffe gilt. Zwar muss laut Gesetz eigentlich jedes natürliche Mineralwasser "ursprünglich rein" sein.

In der Praxis erweist sich dieses Reinheitsgebot aber als zahnlos. In der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung selbst stehen keine konkreten Grenzwerte für menschengemachte Verunreinigungen.

Der staatliche Verbraucherschutz kann seit Jahren, wenn er gesundheitlich unbedenkliche Stoffe dieser Art findet, die Quellbetreiber nur auf begründete Zweifel an der ursprünglichen Reinheit hinweisen, nicht aber unterbinden, dass das Wasser als natürliches Mineralwasser vermarktet wird.

Pestizidrückstände in Mineralwässern im Test

Immerhin: In keinem der Bio-Wässer in unserem Test hat das beauftragte Labor Abbauprodukte von Pestiziden gefunden. In fünf der Mineralwässer ohne besondere Auslobung dagegen schon. Außerdem bemängeln wir einmal einen enthaltenen Süßstoff, in einem weiteren Produkt stecken zwei Süßstoffe.

Die Bio-Mineralwasserlabels setzen darüber hinaus auch soziale und Umweltschutzziele fest. Mehr dazu lesen Sie im ePaper: Medium-Mineralwasser im Test.

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Bestes Mineralwasser: Was empfiehlt ÖKO-TEST?

ÖKO-TEST empfiehlt nicht ausdrücklich, zu als "Bio" beworbenem Mineralwasser zu greifen. Natürlich begrüßen wir, dass die Labels teils höhere Anforderungen an die Qualität von Mineralwasser stellen als gesetzlich vorgegeben. Engagement für Umwelt, Grundwasserschutz und Arbeitnehmerrechte ebenfalls.

Um ein möglichst reines Wasser zu bekommen, sind Verbraucher aber nach unseren Testergebnissen nicht auf die speziell ausgelobten, teils teuren Wässer angewiesen. 24 Marken sind mit Bestnote rundum empfehlenswert.

Mineralwasser: Das ist die umweltfreundlichste Verpackung

Bleibt noch die Sache mit der Verpackung:

  • Die beste Flasche: Die umweltfreundlichste Verpackungsform für Mineralwasser sind laut Umweltbundesamt (UBA) Mehrwegflaschen aus der Region.
  • Schredderflaschen: Trotzdem setzen allen voran die Discounter- und Supermarkt-Eigenmarken unbeirrt auf PET-Einwegflaschen, die nach nur einer Befüllung geschreddert werden. Man erkennt sie im Zweifel am hohen Pfand von 25 Cent.
  • Glas- und PET-Mehrweg: Zum Vergleich: Glasflaschen können bis zu 50-mal, PET-Mehrwegflaschen bis zu 20-mal wiederbefüllt werden. Die ständige Produktion und Entsorgung von Einwegflaschen ist da aus unserer Sicht ökologisch weniger sinnvoll. Auch solche mit einem hohen Recyclinganteil sehen wir im Vergleich kritisch.
  • Individualflaschen: Individuell für eine Marke gestaltete Mehrwegflaschen, zum Beispiel mit Namenszug im Glas, müssen immer zurück zum selben Abfüllort transportiert werden. Hier gilt der Tipp, regional einzukaufen umso mehr.

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Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Mineralwasser im Test: Knapp die Hälfte ist "sehr gut" (6)

Testverfahren

Wir haben 50 Mineralwässer, medium, aus verschiedenen Regionen Deutschlands eingekauft. Davon sind sieben Produkte als zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ausgelobt. Sechs tragen – teils zusätzlich – ein Siegel für Bio-Mineralwasser. Fanden unsere Einkäufer von einer Marke sowohl Glas- als auch PET-Flaschen vor, griffen sie zur Glasvariante und generell vorzugsweise zu Mehrweg.

Im Labor ließen wir die Mineralwässer auf eine Reihe möglicher Problemstoffe untersuchen, u.a. auf Nitrat, Vanadium, Arsen, Bor, Uran und auf das als krebserregend eingestufte Chrom(VI). Die Elemente können aus den natürlicherweise durchlaufenen Gesteinsschichten ins Mineralwasser gelangen. Für Säuglinge ausgelobte Wässer wurden zusätzlich auf die Radionuklide Radium-226 und -228, Natrium, Nitrit, Fluorid und Sulfat geprüft; ebenso die Mineralwässer mit Bio-Auslobung auf dem Etikett, da die beiden vertretenen Siegel hier ebenfalls strenge Obergrenzen vorgeben.

Um die ursprüngliche Reinheit der Mineralwässer zu bewerten, ließen wir alle auf Abbauprodukte von Pestiziden und auf Rückstände von Süßstoffen analysieren. Alle Flaschen wurden auf PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen untersucht. Für die PET-Einwegflaschen holten wir von den Herstellern Informationen und Belege zum Rezyklatanteil ein. Fällt das Testergebnis Weitere Mängel oder das Testergebnis Ursprüngliche Reinheit schlechter als "gut" aus, verschlechtert sich das Gesamturteil.

Bewertungslegende

Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKO-TEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt.

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt bei Mineralwasser mit besonderen Auslobungen zur Abwertung um vier Noten: ein gemessener Gehalt an Chrom(VI) in einem für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobten Produkt von mehr als 0,15 bis 0,30 μg/l (in Tabelle: "Chrom(VI) erhöht"), der den Leitwert des Umweltbundesamts (UBA) von 0,3 μg/l zu mehr als 50 Prozent ausschöpft. Mit der Konzentration von 0,3 μg/l, die durch das UBA im Gutachten "Potentielle Schädlichkeit von Chrom in Trinkwasser" abgeleitet wurde, wäre ein akzeptables Risiko von 106 überschritten. Das bedeutet theoretisch einen zusätzlichen Krebsfall unter einer Million Menschen, die ihr Leben lang (rechnerisch 70 Jahre) täglich zwei Liter Wasser trinken, das Chrom(VI) in einer Konzentration von 0,3 μg/l enthält. Zur Abwertung um zwei Noten führt: ein gemessener Nitratgehalt in einem für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobten Produkt von mehr als 5 bis 10 mg/l (in Tabelle: "Nitrat leicht erhöht"). Die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung nennt für derartig ausgelobt Wässer einen Höchstgehalt von 10 mg Nitrat/l.

Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen bei Mineralwasser ohne besondere Auslobungen zur Abwertung um zwei Noten: a) ein gemessener Gehalt an Chrom(VI) von mehr als 0,15 bis 0,30 μg/l (in Tabelle: "Chrom(VI) erhöht"), der den Leitwert des UBA von 0,3 μg/l zu mehr als 50 Prozent ausschöpft; b) ein gemessener Borgehalt von mehr als 500 bis 1.000 μg/l (in Tabelle: "Bor leicht erhöht"). Herangezogen wird nach einer Empfehlung des BfR der niedrigere Grenzwert der Trinkwasser-Verordnung von 1 mg/l. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein gemessener Nitratgehalt von mehr als 10 bis 50 mg/l (in Tabelle: "Nitrat leicht erhöht"); b) ein gemessener Gehalt an Chrom(VI) von mehr als 0,06 bis 0,15 μg/l (in Tabelle: "Chrom(VI) leicht erhöht"), der eine Konzentration von 0,3 μg/l zu mehr als 20 bis 50 Prozent ausschöpft.

Bewertung Testergebnis Ursprüngliche Reinheit: Unter dem Testergebnis Ursprüngliche Reinheit führt zur Abwertung um vier Noten: der Nachweis von einem oder mehreren nichtrelevanten Pestizidmetaboliten (Pestizidabbauprodukten; in Tabelle: "erhöht") und/oder der Nachweis von einem oder mehreren Süßstoffen in gemessenen Gehalten von mehr als 0,05 μg/l. Zur Abwertung um zwei Noten führt: der Nachweis von einem oder mehreren nichtrelevanten Pestizidmetaboliten (Pestizidabbauprodukten) in gemessenen Gehalten von bis zu 0,05 μg/l, sofern nicht schon für einen Gehalt von nichtrelevanten Pestizidmetaboliten um mehr als zwei Noten abgewertet wurde.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils vier Noten: a) eine PET-Einweg- oder PET-Cycleflasche mit einem Anteil von Rezyklaten von weniger als 50 Prozent, kein ausreichender Nachweis auf unsere Anfrage oder keine Angabe hierzu; b) Vorgaben der Richtlinie der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser überschritten, hier: ein ermittelter Koeffizient R größer als 1 für die gemessenen Aktivitäten der Radionuklide Radium-226 und-228. Die Berechnung von R erfolgte über die gemessenen Aktivitätskonzentrationen der Radionuklide Radium-226 und-228. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) eine PET-Einweg- oder PET-Cycleflasche mit einem Anteil von Rezyklaten von mindestens 50 Prozent; b) fehlende oder unzureichende Kennzeichnung einer PET-Einweg- oder PET-Cycleflasche als "Einweg"; c) fehlende oder unzureichende Kennzeichnung einer Mehrwegflasche als "Mehrweg". Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen "nein", bedeutet das unterhalb der Bestimmungsgrenze der jeweiligen Testmethode.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Testergebnisse Ursprüngliche Reinheit oder Weitere Mängel, die "mangelhaft" oder "ungenügend" sind, verschlechtern das Gesamturteil um jeweils zwei Noten. Testergebnisse Ursprüngliche Reinheit und Weitere Mängel, die "befriedigend" oder "ausreichend" sind, verschlechtern das Gesamturteil um jeweils eine Note. Ist das Testergebnis Ursprüngliche Reinheit "mangelhaft", kann das Gesamturteil insgesamt nicht besser als "ausreichend" sein.

Testmethoden

Testmethoden (je nach Zusammensetzung/Auslobung der Produkte):

Pestizidmetaboliten: LC-MS/MS.

Süßstoffe: LC-MS/MS.

Chrom (VI): nach IPJ MA 504-227: 2020-03 mittels IC-EC.

Nitrit: nach DIN EN 26777 : 1993-04.

Nitrat/Sulfat: nach DIN EN ISO 10304-1 : 2009-07.

Fluorid: nach DIN 38405-4 : 1985-07.

Natrium: nach DIN EN ISO 11885 : 2009-09.

Radium-226/Radium-228: Gammaspektrometrie. Auswertung nach DIN ISO 11929: 2021-11.

Elemente: Totalaufschluss in der Mikrowelle, Bestimmung mittels ICP-MS nach DIN EN ISO 17294-2.

PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Verpackungsart: Per Deklaration.

Einkauf der Testprodukte: Februar bis März 2023

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Author: Pres. Lawanda Wiegand

Last Updated: 05/01/2023

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